Arbeitslos durch die Wirtschaftskrise? Wie soll es weitergehen?
Jede große Weltwirtschaftskrise bringt Arbeitslosigkeit mit sich. Das ist derzeit gut zu beobachten: Zuerst wurde das Leihpersonal freigesetzt, jetzt geht es schon um Personalkürzungen beim Stammpersonal vieler Unternehmen. Was in großen Zusammenhängen notwendig sein mag, stellt den Einzelnen an den Rand des Abgrundes. Wie soll man sich verhalten, wenn man jetzt seinen Arbeitsplatz verloren hat?
Ich möchte die Arbeitslosigkeit nicht schönfärben. Unverschuldet arbeitslos zu werden, belastet nicht nur das Familienbudget, sondern auch die Psyche. Doch nach dem ersten Schock sollte man sein Augenmerk in die Zukunft richten. Ich möchte allen, die jetzt arbeitslos geworden sind, folgende Gedanken mitgeben.
Das soziale Netz sorgt für eine gewisse finanzielle Absicherung. Das Arbeitsmarktservice bzw. die Arbeitsagentur bieten Unterstützung in vielfacher Weise an. Wer arbeitswillig ist, kann sich oft kostenlos weiterbilden oder komplett umschulen lassen. Während solcher Weiterbildungs- oder Umschulungsmaßnahmen wird das Arbeitslosengeld weiterhin ausbezahlt, womit das soziale Netz doppelt in Sie investiert: einerseits in die Aufrechterhaltung Ihres Lebensstandards, andererseits in Ihre Zukunft. Diese Leistungen sind keinesfalls selbstverständlich. Sehen Sie dieses Angebot als Privileg, denn Selbstständigen stehen solche Möglichkeiten nicht offen, wenn sie etwa mangels Kundenaufträgen auch „arbeitslos“ sind.
Wenn Sie mit dem Gedanken der Selbstständigkeit spielen, so gibt es ebenfalls umfangreiche Förderungen, die Ihnen diesen Schritt erleichtern. Ansprechpartner sind sowohl Arbeitsmarktservice, Arbeitsagentur bzw. Wirtschaft- oder Handelskammer. Viele erfolgreiche Unternehmer von Heute bekamen durch eine unverschuldete Arbeitslosigkeit den letzten notwendigen Impuls, den Sprung ins kalte Wasser zu wagen.
Jedenfalls aber können Sie die Arbeitslosigkeit als eine Zeit der Orientierung betrachten. Besinnen Sie sich auf Ihre eigenen Interessen, Träume oder Wünsche, sprechen Sie mit der Familie über mögliche Zukunftsszenarien und stecken Sie die Rahmenbedingungen dafür ab.
Mein Tipp: Stürzen Sie sich nicht von einem Gelegenheitsjob zum anderen, und versuchen Sie nicht, ein steuerfreies Nebeneinkommen zu generieren. Nehmen Sie sich bewusst die Zeit, sich mit Ihrer persönlichen Zukunft auseinander zu setzen.
Wie ich es in einem anderen Artikel bereits erwähnt habe: Jede Krise und jede Veränderung birgt auch Chancen in sich. Oft ist es nur eine Frage der Perspektive, aus der man die Dinge betrachtet.

