conserio

Bank wird teurer: Kann ich mich wehren?

Geld brenntBanken sind Wirtschaftsbetriebe. Sie müssen Umsatz machen, um nach Abzug aller Kosten profitabel zu sein. Dabei haben sie es grundsätzlich leichter als andere Unternehmen: Man könnte sagen, sie sitzen an der (Geld)Quelle. Doch was tun, wenn meine Bank teurer wird – was kann ich dagegen tun?

Wieder einmal muss man verschiedene Fälle unterscheiden. Ändert sich der Zinssatz auf Sparbuch oder Kredit, kann dies mit der Änderung der Leitzinsen zu tun haben. Hat man eine Zinsbindung vereinbart, zahlt bzw. bekommt also immer einen Auf- bzw. Abschlag gemessen an Libor, Euribor & Co (und was ist das?), kann man sich in der Regel nicht wehren: Der Zinssatz macht die Bewegungen des Leit-Zinssatzes von EZB, oder anderen mit. Das ist normalerweise so in den Verträgen vereinbart, doch Nachschau lohnt sich immer.

Hat man keine Zinsbindungen vereinbart, kann die Bank grundsätzlich machen was sie will – bzw. was der Kunde aushält. Verschlechtert sich die eigene Bonität, setzt die Bank mit höheren noch eins drauf, könnte man sagen. Auch Sparbuchzinsen waren lange Zeit gute Verdienstquellen, indem man als Bank einseitig an der drehte. Diese Zeiten gehören immer mehr der Vergangenheit an. Verhandeln lohnt sich, der Wettbewerb unter Banken ist groß, und irgendein Institut bietet sich immer für einen Wechsel an.

Werden Gebühren und Spesen angepasst, sollte man einen Blick in die AGB der Bank werfen: darf sie solche Anpassungen vornehmen, und wenn ja, auch über der Inflationsrate?

Ansonsten kann man der Gebührenänderung schriftlich widersprechen – was aber vermutlich auf eine Auseinandersetzung hinausläuft bzw. einen bitteren Nachgeschmack auf beiden Seiten verursachen könnte. Auch hier halte ich persönlich das Gespräch und die Verhandlung für sinnvoller. Bei Gebühren und Spesen sollte man aber immer überlegen, ob sich Zeit & Nerven lohnen – meist geht es um “Peanuts”.

Ein besonderer Fall ist, wenn die Bank nachträglich gänzlich neue Gebühren einführt, wie z.B. eine Fremdwährungskredit-Abwicklungsgebühr oder Basel II-Prüfungsgebühr, weil sich der “interne Abwicklungsaufwand” vermehrt habe.

Das kann die Bank nicht so einfach durchsetzen, und Sie haben gute Chancen, dem zu widersprechen. Natürlich nur dann, wenn in bestehende Verträge eingegriffen wird. Für Neukunden kann die Bank ihren Preis und ihre Gebühren jederzeit anpassen.

Mein Rat: Bevor Sie sich über die teure Bank aufregen, überlegen Sie, um wieviel Geld es hier überhaupt geht. Lohnt sich der Ärger, dann prüfen Sie, ob Sie etwas gegen die Teuerung unternehmen können – ein Bankwechsel bleibt immer offen.

Mehr zum Thema


22. August 2008 | Von Mag. J. Fischler | Kategorie: Kredit, Geld, Bank - Ratgeber | Schlagworte: , , , , , , , , , , , , , ,

Diesen Artikel kommentieren

Schluss mit teuren Bankzinsen und Spesen:
Die besten Kredite, Karten und Konten gibt es nur im Internet.
Top-Konditionen für Österreich (hier) | für Deutschland (hier)

Wichtiger Hinweis

Wichtiger Hinweis aus rechtlichen Gründen: Für die Richtigkeit der Inhalte wird keine Haftung übernommen. Die gemachten Angaben dienen einzig zu Informationszwecken und keinesfalls als Aufforderung zu irgendwelchen Handlungen verstanden werden. Zudem muss konkret darauf hingewiesen werden, dass es sich bei den Beiträgen um die Privatmeinung des Autors handelt.


Kontakt
Impressum
Urheberrecht: Alle Rechte vorbehalten. Nutzung der Inhalte nur mit ausdrücklicher Erlaubnis des Herausgebers.

Links

Kostenloses E-Mail-Abo

E-Mail-Adresse eingeben: