Bearbeitungsgebühr

Haus, Euro, Geld, KreditNatürlich zahlt niemand gerne eine Bearbeitungsgebühr dafür, dass ein Kredit ausgezahlt wird. Schließlich denkt man sich: „Die Bank bekommt ja die Zinsen von mir, und gar nicht wenig – da wird sie ihren eigenen Aufwand doch decken können!“

Allerdings ist die Kreditbearbeitung auf Seite der Bank mit erheblichem Aufwand verbunden, sei es die Bonitätsprüfung, das Schreiben der Verträge und Sicherheitenurkunden, die Einrichtung eines Kreditkontos, die rechtzeitige Bereitstellung der Liquidität, die laufende Kreditgestion (Kreditüberwachung), und so weiter.

Der Aufwand des Kreditgeschäfts ist in den letzten Jahren deutlich höher geworden, und wird weiter ansteigen. Das will bezahlt werden.

Um diese Kosten den einzelnen Kunden und Kreditengagements zuzuordnen, gibt es zwei Möglichkeiten: Dies im Jahreszins zu „verstecken“, das Disagio zu verschieben oder klar auszuweisen. Deshalb entspricht die Bearbeitungsgebühr dem Grundsatz der Preiswahrheit sowie dem Konsumentenschutz.

Die Bearbeitungsgebühr (BAG) wird nur einmal, zu Beginn der Laufzeit verrechnet. Sie kann prozentmäßig (gut: 0,5% der Kreditsumme, schlecht: 2% der Kreditsumme) oder pauschal (z.B. € 150,–) vereinbart werden. WICHTIGER TIPP: Bei der Bearbeitungsgebühr sind Banken und Finanzdienstleister nicht selten gesprächsbereit, also heißt es hier „verhandeln“!

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