Countrywide streicht 12000 Stellen
Der Standard berichtet heute:
Wegen der Krise an den Immobilien- und Kreditmärkten zieht die größte US-Hypothekenbank Countrywide die Notbremse und streicht ein Fünftel aller Stellen. Mit dem angekündigten Abbau von bis zu 12.000 Jobs setzt der Branchenführer ein Alarmsignal, da bisher kein von der Krise betroffenes Institut ähnlich tiefe Einschnitte beim Personal vornehmen musste.
Der massive Stellenabbau soll binnen 3 Monaten über die Bühne gehen. Wie sich das auf Betriebsklima und Arbeitsmoral der verbleibenden Belegschaft auswirkt, kann man sich vorstellen. Wie bereits in einem der Vorbeiträge vermutet, sind jetzt sogar agressive Zinssatzsenkungen seitens der FED wahrscheinlich:
Experten schließen nun nicht mehr aus, dass sich die US-Notenbank Fed zu einer Senkung des Leitzinses noch vor der Sitzung am 18. September entschließen könnte.
Sogar ein Zinssprung bis zu – 50 Basispunkte (= -0,5%) wird für möglich gehalten. Dann würde der Leitzinssatz bei 4,75% liegen. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel will den FED-Chef Ben Bernanke diese Woche zu den aktuellen Entwicklungen befragen. Alleine diese Fakten sollten schon zu denken geben.
Vor der aktuellen Entwicklung warne ich nochmals eindringlich davor, die Kreditkrise für beendet zu erklären. Die bisherige Gegensteuerung der Notenbanken lässt sich nicht unbegrenzt fortsetzen. Ich selbst bin in diesen Zeiten sehr vorsichtig und baue Liquiditätsreserven auf.
