Das Gefühl, sparen zu müssen: Mit Volldampf in den Untergang
Heute Morgen las ich in der Zeitung, dass die Einzelhandelsumsätze in Österreich gegenüber dem Vorjahr sinken würden – trotz Europameisterschaft. Man führt diese Entwicklung darauf zurück, dass die “Menschen das Gefühl haben, sparen zu müssen, obwohl man sich das eine oder andere schon noch leisten könnte“. Dr. Gerhard Schwaiger, Obmann der Sparte Bank & Versicherung der Wirtschaftskammer Tirol, beobachtet in seiner Volksbank Innsbruck-Schwaz steigende Spar- und sonstige Kundeneinlagen. Das scheint den Trend zum Sparen zu bestätigen.
Tatsächlich kann ich das beschriebene Gefühl auch bei mir feststellen. Die Brieftasche sitzt nicht mehr so locker wie früher. Ich drehe den € lieber zwei mal um, bevor ich ihn ausgebe. Ich schob das bisher auf meine Selbständigkeit, und das damit verbunden gestiegene Kostenbewusstsein. Doch haben wir tatsächlich alle das Gefühl, sparen zu müssen? Na dann gute Nacht!
Jahrelang wurde uns eingeredet, wie wichtig private Vorsorge ist. Wer nicht selbst für die Pension vorsorgt, wird keine haben, war und ist die Botschaft an die junge Generation.
Nun scheint – in einer merkwürdigen Kombination von Faktoren wie Ölpreis, Inflation, sinkendem Realeinkommen, Umweltbewusstsein, Zukunftsängsten und persönlicher Verantwortung – das große Sparen und Knausern loszugehen.
Wir alle sorgen vor – das ist doch gut, oder?
Ich bin zwar Jurist und kein Volkswirt, aber für mich ist der sinkende Konsum ein Warnzeichen für einen bevorstehenden Konjunkturschock: Kaufen wir weniger ein, geht es der Wirtschaft schlecht, und damit auch unseren Arbeitgebern. Menschen werden entlassen, der Konsum geht noch weiter zurück, der Staatshaushalt gerät aus dem Ruder, und so weiter.
Das Problem beschränkt sich nicht auf Europa. Wir leben in einer Welt, die immer mehr im Gleichschritt funktioniert. Deren größter Wirtschaftsmotor, die USA, steht vor genau derselben Herausforderung: Die Menschen sparen und schränken den Konsum ein.
Wer vor diesem Hintergrund noch von positiven Konjunkturprognosen für 2009 spricht, ist entweder selbst finanziell von wachsenden Märkten abhängig oder will es einfach nicht wahrhaben: Wir stehen vor einem weltweiten Einbruch, der die Finanzkrise 2007/2008 bei Weitem in den Schatten stellen wird.
Was noch schlimmer ist: die Politik hat keinen Einfluss auf diese Entwicklung. Wir alle sind “obrigkeitstaub” geworden und lassen uns nicht mit Zuckerln zum Konsum verführen. Ist unser heutiges System deshalb dem Untergang geweiht?

Nicht das Geld sichert unser weiterleben, sondern wie wir mit unserer Umwelt umgehen.
Nationalsozialismus ist die extermste Form vom Kapitalismus
und gott sei dank vorbei. Auch der Kapitalismus wird sein Ende finden, da er die Umwelt zerstört.
Einzig alleine wir für die Zukunft wird ein demokratischer sozialer Idealismus
in der Welt weiter geführt werden, da durch diese Grundgedanken die Lebensbedingungen
in der Umwelt aufrecht erhalten werden können.