Das Unternehmerteam | Was kann man Ihnen und Ihrem Team zutrauen? Was haben Sie zu verlieren?
Die Detailplanung | Teil 18 der Serie Businessplan
Wer ist schon mit Ihnen am Weg? Was sind das für Personen? Haben sie Erfahrung? Kann man ihnen trauen? Was haben sie vorher gemacht? Werden sie mit Ihnen durch dick und dünn gehen, oder beim ersten Gegenwind umfallen? Wer riskiert etwas für das Projekt, wer bringt Eigenmittel ein? Solche Fragen stellt sich Ihre Bank, aber sicher auch jeder andere Kapitalgeber und mögliche Zukunftspartner. Hier zeigt sich, wie sorgfältig Sie das Unternehmerteam zusammengestellt haben, und ob Sie hinter dem Projekt stehen oder nicht.
Sammeln Sie zuerst einmal die Lebensläufe aller Beteiligten. Das kann nie schaden, auch wenn Sie später nur einen Bruchteil davon für den endgültigen Businessplan brauchen. Gehen Sie dann die Funktionen durch, die in den Teilen 11 bis 14 dieser Serie beschrieben wurden: Gesamtleitung, Marketing, Vertrieb, Produktentwicklung, Finanzwesen, Buchhaltung, … Wer kann was abdecken? Wer fehlt noch? Wieder einmal: seien Sie dabei ehrlich, vor allem zu sich selbst. Es rächt sich, etwas vorzugeben, was man nicht ist. Was (wer) fehlt, gehört in den Businessplan.
Erklärung: Jemand, der Ihren Businessplan bewertet, achtet auf vorhandene Lücken in der Ausarbeitung. Das gilt übrigens für alle Bereiche. Beim Team bedeutet das: Kommen Sie zu dem Ergebnis, dass einzelne Funktionen oder Kompetenzen noch nicht ideal besetzt sind, geben Sie dies offen zu und nehmen Sie es so in den Geschäftsplan auf. Ein potentieller Partner kann Ihnen dabei helfen, die richtigen Menschen zu finden.
Überlegen Sie sich, was Sie selbst für das Projekt riskieren wollen. Das ist ein heikler Punkt, auf den Businessplan-Leser sehr großen Wert legen. Er gibt nämlich Auskunft darüber, ob Sie
1) hinter dem Projekt stehen und
2) etwas “zu verlieren” haben, sollte es nicht klappen.
Verfügen Sie über Eigenmittel, die Sie als Eigenkapital oder Sicherheit einbringen? Gibt es Vermögensgegenstände, die als Sicherheit dienen könnten? Haften Sie mit Ihrem Vermögen? Eines vorweg: Ohne persönliche Haftung eines oder mehrerer Gesellschafter – zumindest bis zu einer betragsmäßigen Höchstgrenze – werden Sie sich nur sehr schwer Kapitalquellen erschließen können. Wenn Sie jetzt denken “Ich bin doch nicht dumm – da Kopf und Kragen zu riskieren!”, wird Ihnen der Banker oder Venture-Capital-Geber wie aus der Pistole geschossen antworten: “Ja – wenn Sie nichts riskieren – warum sollen wir es dann tun?” Das ist logisch und richtig, auch wenn es schmerzt. Bedenken Sie: Einige der tollsten Erfolgsgeschichten wären nicht zustande gekommen, wenn die Protagonisten nichts riskiert hätten.
Sind Sie von Ihrem Projekt überzeugt und stehen Sie dahinter?

