Der Finanz- und Finanzierungsplan und Internet-Tools für Businesspläne
Die Detailplanung | Teil 26 der Serie Businessplan
Bevor wir zu den Einzelheiten der Finanzplanung kommen, möchte ich Sie auf die Gelegenheit hinweisen, sich für diesen Schritt diverse Tools aus dem Internet zu holen. Die Planung wird dadurch wesentlich erleichtert, da einige dieser Programme keine betriebswirtschaftlichen Kenntnisse voraussetzen. Glauben Sie jedoch nicht, dass es reicht, solange mit den Zahlen herumzuspielen, bis diese den gewünschten Erfolg ausweisen. Es ist nämlich so, dass die Finanzplanung ein zentraler Faktor Ihres Geschäftsplans ist. Sie wird von möglichen Partnern und Geldgebern eingehend geprüft. Rechnen Sie damit, dass Rückfragen kommen, wie Sie zu diesen Zahlen gelangt sind. Es wäre peinlich, darauf keine ausreichende Antwort zu haben. Als Unterstützung eignen sich die Tools jedoch auf jeden Fall.
In Österreich bietet das Gründerservice den kostenlosen Download der Planungssoftware “plan4you” an. Mit dabei sind eine umfangreiche Dokumentation und diverse Hilfefunktionen. Die Software hat sich tausendfach bewährt und wurde Grundlage vieler erfolgreicher Businesspläne. Hier können Sie sich registrieren und die Software herunterladen.
Weitere nützliche Links:
Geniales Businessplan-Tool
http://www.venture.ch
http://www.bmwi-softwarepaket.de
http://www.bpwn.de
Für die Erstellung der Finanzplanung sind betriebswirtschaftliche Kenntnisse notwendig. Was dabei zu berücksichtigen ist, hängt ganz von den Eigenarten Ihres geplanten Unternehmens ab. Daher können hier nicht sämtliche möglichen Themen abgehandelt werden. Wenn niemand aus Ihrem Team über entsprechende betriebswirtschaftliche Kenntnisse verfügt, empfehle ich Ihnen, professionelle Unterstützung durch einen Unternehmens- oder Steuerberater einzuholen. Es lohnt sich auf jeden Fall, an diesem Punkt nicht zu sparen. In diesem Fall sollten Sie sich die Schritte und Resultate im Detail erklären lassen. Die Ergebnisse der bisherigen Arbeit werden es Ihnen wesentlich erleichtern, schnell und kostengünstig zu einem schlüssigen Finanzkonzept zu gelangen.
Die Finanzplanung erfordert als Grundlage die Erarbeitung von Planbilanz, Plan-GuV und Liquiditätsrechnung. Die Darstellung erfolgt meist in 3 Szenarien:
- Worst Case – die Zahlen im schlechtesten Fall
- Realistic case – die wahrscheinliche Zahlenentwicklung
- Best Case – Zahlenmaterial im besten Fall
Bilanz, GuV und Liquiditätsrechnung sind bloßes Zahlenwerk. Die Finanzplanung baut darauf auf und beschäftigt sich mit Schlussfolgerungen und typischen Fragen. Diese können z. B. sein: Rechnet sich das Vorhaben überhaupt? Wieviel Kapital braucht die Gesellschaft? Welche Kredite müssen aufgenommen werden? Soll man offene Kundenforderungen an einen Factor übergeben? Wie werden Kreditrisiken abgesichert? Wo gibt es die günstigste Finanzierung? Was kostet die Unternehmensexpansion?
Die Zahlentabellen der Planbilanz, Plan-GuV und Liquiditätsrechnung und die Aussagen der Finanzplanung gehören in den Businessplan selbst, die Annahmen gehören in den Anhang. Das sind z. B. Preiskalkulation, Berechnung der Zielgruppengröße, Marktabschätzung, Materialkosten, Aufstellung der Betriebs- und sonstigen Fixkosten, Personalkostenberechnung, Zahlungsbedingungen, Abschreibungsdauer usw.

