Fakten zur Dubai-Krise
Nach einem jahrelangen Bauboom entstanden Überkapazitäten mit der Folge, dass 59 Bauprojekte mit mehr als 50 Millionen US-Dollar Investitionsvolumen, darunter eine Inselgruppe in Form der Weltkarte und der 38 Milliarden Dollar teure Nakheel Tower, unterbrochen oder storniert wurden. Derartige Megaprojekte über 25 bis 30 Jahre wurden meist mit kurzfristigen Darlehen mit Laufzeiten von drei bis fünf Jahren finanziert.
Laut einer vor einem Jahr veröffentlichten Studie von Moody´s haben Dubai und staatsnahe Firmen Schulden von 80 Milliarden Dollar (davon entfallen 59 Milliarden auf die staatsnahe Holding, Dubai World) angehäuft, von denen bis Ende 2012 49 Milliarden getilgt werden müssen. Alleine Dubai-World verhandelte kürzlich mit Gläubigern über die Umschuldung von 26 Milliarden Dollar. Bedenkt man, dass alleine in den kommenden 2 Jahren 35 Milliarden Dollar fällig werden sollten, so kann im Augenblick noch von keiner Entspannung der Schuldenkrise gesprochen werden, denn:
Die Rahmenbedingungen für eine schnelle Rückzahlung sind derzeit besonders schlecht: Investoren fehlen, die Immobilienpreise haben sich halbiert und bei den Büroflächen sind die Mieten in den vergangenen zwölf Monaten um bis zu 40 Prozent eingebrochen, während in den Wohnblocks der Leerstand bei 25 Prozent liegt.

