Lebensversicherung mit Aktienfonds-Veranlagung sinnvoll?

Eine Lebensversicherung, die so gestaltet ist, dass die eingezahlten Versicherungsprämien in einem Aktienfonds angelegt werden, wird als fondsgebundene Lebensversicherung bezeichnet. Wie jede klassische Lebensversicherung bietet sie den Vorteil, dass Versicherungsleistungen sowohl im Erlebens-, als auch im Ablebensfall erbracht wird. Sie dient daher der Kapitalbildung und somit der Vorsorge, gleichzeitig aber auch der Absicherung von Hinterbliebenen.

Die Höhe der Versicherungsleistung aus einer fondsgebundenen Lebensversicherung ist davon abhängig, wie sich der Wert des Investmentfonds, in dem die eingezahlten Prämien angelegt werden, entwickelt. Der Anlagestock einer fondsgebundenen Lebensversicherung wird getrennt vom Vermögen des Versicherers verwaltet. Er beinhaltet das Deckungskapital für die fondsgebundene Lebensversicherung und gewährleistet somit die Sicherheit der eingezahlten Beträge.

Die Erträge, die aus Kursgewinnen und Dividenden auf die Fondsanteile erzielt werden, rechnet der Versicherer in Anteileinheiten um und schreibt sie den Lebensversicherungsverträgen gut. Der Versicherungsnehmer wird auf diese Weise an den Wertsteigerungen der Fonds beteiligt. Aber bei der fondsgebundenen Lebensversicherung trägt der Versicherungsnehmer auch ein gewisses Risiko, denn Verluste aus den Kursentwicklungen wirken sich ebenfalls auf den Endwert der Lebensversicherung aus.

Darin besteht der wesentliche Unterschied zwischen einer klassischen und einer fondsgebundenen Lebensversicherung, denn das Anlagerisiko trägt bei einer klassischen Lebensversicherung der Versicherer. Weitere Informationen über fondsgebundene Lebensversicherungen sind auf den Seiten des VVO erhältlich.

2 Kommentare zu “Lebensversicherung mit Aktienfonds-Veranlagung sinnvoll?”

  1. Meiner Meinung nach macht es Sinn. Ich glaube das einzige Problem ist, dass die meisten Leute keine Ahnung von Versicherungen haben. Außerdem ist es bestimmt vielen zu zeitaufwendig bei der Wahl der Versicherung ins kleinste Detail zu gehen.

  2. Martin Hark sagt:

    Grundsätzlich weißen Aktienfonds im Vergleich zu Rentenfonds ein erhöhtes Risiko auf, jedoch auch eine erhöhte Chance auf Kursgewinne. Aktuell würde ich das mögliche Risiko beider Fondsarten jedoch gleichsetzten, wobei die Chancen auf Kursgewinne bei Rentenfonds wesentlich hinter denen von Aktienfonds zurück liegen. Aktienfonds werden durch die expansive Geldpolitik getrieben. Wohingegen Rentenfonds derzeit extrem dem Zinssatzrisiko ausgesetzt sind. Bei niedrigen Zinsen ist der Gewinn meist schon in den Rentenfondskursen eingepreist, sodass man dem Risiko von steigenden Zinssätze, somit fallenden Anleihenkursen, direkt ausgesetzt ist. Auch wenn man immer hört, dass Rentenfondseine konservative Anlage sind, sind sie meiner Meinung aktuell risikomäßig beinahe mit Aktienfonds gleichzusetzen. Das Chancen/Risikoverhältnis gewinnen aktuell sicherlich die Aktienfonds!

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