Fristenkonformität
Der Gedanke liegt nahe: Ich kaufe mir mein Traumauto, und statt der üblichen 3-5 Jahre Kredit- oder Leasinglaufzeit nehme ich einen Kredit für 20 Jahre auf. Damit wird selbst der Porsche leistbar. Vielleicht noch endfällig in Fremdwährung mit Tilgungsträger – dann wird mein Wunschauto zum Schnäppchen, oder?
Man spricht von der Fristenkonformität in Zusammenhang mit der Laufzeit von Krediten. Das Argument, dass die Laufzeit nicht fristenkonform sei, wird von der Bank genutzt, um Sie zu einer kurzen Kreditlaufzeit – und damit höherer Ratenbelastung zu bringen.
Die Bank macht das nicht aus Eigennutz, denn eine kürzere Laufzeit bedeutet auch weniger Zinsertrag für die Bank. Sie gibt Ihnen damit einen guten Rat, und zwar:
Nehmen Sie Kredite nur für die Dauer auf, wo Sie tatsächlich etwas von dem finanzierten Gegenstand – hier: dem Porsche – haben!
Dass der Porsche wahrscheinlich in 20 Jahren noch immer fährt und einen hohen Restwert hat, steht auf einem anderen Blatt. Doch es gibt typische Nutzungsdauern von Gegenständen. Mit Ablauf dieser Zeit sind sie gewöhnlich nichts mehr wert und landen am Schrottplatz oder im Sperrmüll, oder es gibt hohen Sanierungsbedarf, der wieder finanziert werden will.
Einige Beispiele:
Autos: 5-8 Jahre
EDV: 3-5 Jahre
Büromöbel: 5-8 Jahre
Haus: 25-30 Jahre
Es wäre für Sie bedrohlich, wenn Sie Kredite für Sachen laufen haben, die schon längst im Müll gelandet sind. Warum? Weil Sie von der Vergangenheit belastet werden und zu wenig Geld für die Gegenwart und die Zukunft haben. Wer diesen Fehler öfter macht, bringt sich und seine Familie damit in ernste finanzielle Gefahr. Daher gilt: Beachten Sie die Fristenkonformität von Krediten, und lassen Sie Kredite nicht zu lange laufen!
