Geheimhaltung und Verschwiegenheit – Ideen-Diebstahl, Patent-Klau – wie schütze ich meine Geschäftsidee?
Teil 30 der Serie Businessplan
Bevor Sie Ihren Businessplan fremden Personen und Institutionen vorstellen, ein Wort zu Geheimhaltung und Verschwiegenheit. Fürchten Sie sich nicht davor, dass hinter jeder Ecke jemand lauert, der Ihre gute Idee für eigene Zwecke verwenden will.
Tatsächlich ist der Ideen-Diebstahl ein wesentlich kleineres Problem als häufig vermutet wird. Dennoch sollten Sie Vorsicht walten lassen.
Vor allem wenn sich ein Patent vor oder in der Anmeldungsphase befindet, gehen Sie mit den Angaben in Ihrem Geschäftsplan vorsichtig um. Enthält das fertige Werk Details Ihres Produktes oder der Leistung, die deren Kopieren ermöglichen würden, so lassen Sie sich von jedem Adressaten eine Geheimhaltungserklärung unterschreiben. Diese enthält auch ein Verbot, den Geschäftsplan ohne Ihre Zustimmung weiterzugeben. Das soll den Kreis der Adressaten überschaubar halten. Diese Vorgangsweise ist weit verbreitet und absolut üblich. Auch im Rahmen von Businessplan-Wettbewerben müssen sämtliche Coaches und Juroren solche Erklärungen unterschreiben. Wenn also jemand ein Problem damit haben sollte, lassen Sie lieber die Finger davon. Geeignete Vorlagen finden Sie im Internet.
Führen sie eine Liste, wem Sie wann einen Businessplan gegeben haben. Ergänzen Sie diese um eine Spalte, in der Sie die laufenden Kontakte und Gesprächsergebnisse zu Dokumentationszwecken festhalten.


Also ab dem Augenblick wo man fremdes Geld benötigt ist der Schutz schon vorbei.
Beispiel gefällig.
Bankgarantie von einem großen internationalen Medienhaus über 40 Mio öS. Entwicklungskosten 1988 schon 16 Mio öS, für eine Software, die heute in jedem Navigationsgerät drin ist. Was damals für ein Aufwand dahintersteckte, kann sich niemand vorstellen. Viele Leute haben Tag und Nacht Kartenmaterial gescannt.
Programmierer haben zu dieser Zeit noch viel Geld gekostet.
Auf einmal zieht das Medienhaus die Bankgarantie zurück und die Bank kündigt die Kredite.
Mein Freund flüchtete in der Folge nach Venezuela, weil der Konkurs nicht mehr abwendbar war. Dort lebt er heute noch.