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Geschäftssystem, Partnerschaften, Organisation – Nutzen Sie das Potential von B2B-Kooperationen? Welche Strukturen führen Sie zum Unternehmenserfolg?

Die Detailplanung | Teil 23 der Serie Businessplan

thumbs-up-businessplan2.jpgMit welchem Geschäftssystem, welchen Partnerschaften und welcher wollen Sie das Vorhaben realisieren? Hier steht Ihnen naturgemäß eine ganze Fülle an Möglichkeiten offen. Wieder einmal geht es darum, zu einer möglichst passenden Organisationsform zu gelangen. Diese sollte mit den bereits erfolgten Weichenstellungen zusammenpassen. Überlegen Sie sich, wie Ihr Geschäftssystem ausschaut. Machen Sie alles selbst oder lagern sie gewisse Tätigkeiten im Bereich der Planung, der Forschung und Entwicklung, der oder des Vertriebes aus (”Outsourcing”)? Was ist die Kernkompetenz Ihres Unternehmens? Wie läuft Ihr “Kernprozess” ab?

Diskutieren Sie mit Ihrem Team über mögliche Partnerschaften. Welche Tätigkeit gehört nicht zu Ihrer Kernkompetenz und ließe sich ohne weiteres auslagern? Dieses Outsourcing, also die Auslagerung gewisser Prozesse, taucht immer wieder – meist mit negativem Beigeschmack – in der Medienwelt auf. Man kennt die Beispiele aus Banken und , die ihre EDV- und Abwicklungstätigkeiten auslagern und so versuchen, ein Zwei-Klassen-Personal einzuführen. Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen. In den meisten Fällen leidet das Betriebsklima darunter. In unserem Beispiel geht es jedoch nicht nur darum, den zu maximieren. Vielmehr ist es eine logische Sache, Dinge erledigen zu lassen, die man selbst nicht so gut oder nicht so effizient ausführen könnte. Ein Beispiel: Natürlich könnte jeder Unternehmer seine Buchhaltung selbst machen, doch ein Spezialist wie der gewerbliche Buchhalter macht dies in der halben Zeit doppelt so gut. Denkbar wäre auch, die dorthin auszulagern, wo sie günstig und effizient erledigt werden kann. Wussten Sie, dass der Großteil eines PKW gar nicht vom Markenunternehmen selbst, sondern als Auftragsarbeit von Dritten gefertigt wird? Nutzen Sie die Möglichkeiten der Kooperation mit anderen Unternehmen!

cooperate-organisation-business-plan-idea.jpgGenau darum geht es im Punkt “Partnerschaften”. Versuchen sie keinesfalls, dass Unternehmen wie eine Insel zu betreiben. Überlegen Sie sich vielmehr, wie Sie Win-Win-Situationen schaffen können. Legen Sie fest, was die Kernkompetenz des Unternehmens ist. Das wird im Team zu lebhaften Diskussionen führen. Was müssen Sie unbedingt selbst machen? Was müssten Sie nicht machen, doch es wurde zu viel kosten, das auszulagern? Was können Sie nicht oder nur zu überproportionalen Kosten erledigen? Darauf aufbauend können Sie sich überlegen, welche Partnerschaften Sie eingehen wollen. Der Bogen möglicher Kooperationen kann sehr weit gespannt werden. Er reicht von der Auslagerung der Entwicklung über ausgelagerte bis zu Vertriebspartnerschaften. Unterschätzen Sie niemals, was es bedeutet, ein eigenes Vertriebsnetz aufzubauen. An diesem Punkt scheitern neue Unternehmen reihenweise. Aus meiner Sicht ist gerade der für eine Kooperation prädestiniert. Klären Sie, was der Kooperationspartner für seine Leistung erhält, und arbeiten Sie dies in die noch vor uns liegende Finanzplanung ein.

personalplan.gifAls nächstes gehen Sie daran, sich die Organisationsstruktur genauer durchzudenken. Die beschäftigt sich (in einfachen Worten) damit, Strukturen für ein Unternehmen zu schaffen und diese laufend anzupassen. Welche Rechtsform wählen Sie für den Beginn? (Steuerberater konsultieren! Ach ja: “beschränkte Haftung” ist nicht – selbst wenn Sie eine wählen, unterschreiben Sie persönlich für den Bankkredit!) Wer leitet das Unternehmen, wer ist wofür verantwortlich (dieser Punkt sollte schlüssig aus der Teambildung hervorgehen)? Wo wollen Sie das Unternehmen ansiedeln? Welche Vorteile bietet dieser Standort? Was kostet die Ansiedlung? Wie viel Personal brauchen Sie? In welchen Funktionen? Was wollen Sie diesen Menschen bezahlen? Wieder einmal geht es darum, wichtige “W-Fragen” zu beantworten. Versuchen sie wieder, die Ergebnisse in Tabellenform zusammenzufassen und in ganzen Sätzen niederzuschreiben. Um den Businessplan nicht zu überladen, müssen sie die Aufbau-und Ablauforganisation nicht bis ins letzte Detail schriftlich durchplanen. Es genügt, die Grundstruktur festzulegen.

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5. Februar 2008 | Von Mag. J. Fischler | Kategorie: Businessplan | Schlagworte: , , , , , , , , , , , , , ,

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