GmbH oder Einzelfirma? Wie man sich für eine Rechtsform entscheidet
Wer ein Unternehmen gründet, hat bereits im Vorfeld wichtige Entscheidungen zu treffen. Eine davon ist sicher die Frage nach der Rechtsform des künftigen Betriebs. Soll er als Einzelunternehmen firmieren, oder ist eine Gesellschaft erstrebenswert? Die Entscheidung darüber muss jeder für sich selbst treffen, denn sie wird wesentlich von den Neigungen und Vorstellungen des Einzelnen geprägt.
Wer gerne völlig eigenständig agiert und niemanden an seiner Seite wissen möchte, der vielleicht konträre Ideen einbringt, ist in einem Einzelunternehmen bestens aufgehoben. Da nur Sie selbst Privatentnahmen tätigen, bleiben diese in einem überschaubaren Rahmen, wie überhaupt der gesamte Verwaltungsapparat eher schlank ist. Außerdem gestaltet sich die Gründung als sehr kostengünstig, und der erwirtschaftete Gewinn gehört Ihnen allein.
Das kann allerdings auch in einen Nachteil umschlagen. Denn ebenfalls die Verluste müssen Sie allein tragen. Außerdem haben Sie selbst den Nachweis über Ihre gewerberechtliche Befähigung zu erbringen, was nicht zwangsläufig leicht ist.
Zu diesem Zweck können Sie bei einer Gesellschaft einen Kompagnon an die Seite nehmen, der entsprechend qualifiziert ist. Mit ihm können Sie sich in kniffligen Situationen auch austauschen; darüber hinaus ist es zwei oder mehr Personen möglich, die Arbeit unter sich aufteilen und somit viel Zeit einzusparen. Außerdem wird es für eine Gesellschaft leichter sein, erforderliches Kapital aufzubringen.
Allerdings sollten Sie sich mit Ihrem Partner unbedingt gut verstehen, und das auf Dauer! Denn Reibereien zwischen Geschäftspartnern vergiften nicht nur das Betriebsklima, sondern können auch schnell zu ineffizienter Arbeit führen. Und der Gewinn ist mit Ihrem Partner zu teilen; manchmal müssen Sie sogar für sein Verschulden aufkommen.


Von Hundert Partnerschaften funktionieren 99 nicht.
Bei mir war es zwei mal so, ein drittes mal habe ich keine Lust auf einen Partner.