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Gründer: Gut und günstig Werbung machen

Jungunternehmer haben es nicht leicht, schon gar nicht bei einer mitten in der Krise. Das Vorhaben muss sich schnell rentieren, sonst steigen Bank, Finanzamt oder Krankenkasse auf die Bremse, bevor die Reise begonnen hat. Der Vertrieb ist die wichtigste Erfolgsvoraussetzung junger Betriebe, und ohne und PR (Public Relations, Öffentlichkeitsarbeit) gibt es keine Kunden. Niemand hat auf Ihr Unternehmen gewartet, und Sie müssen es der Welt erst sagen, dass es Sie gibt! Da vorhandene Mittel knapp sind, stellt sich die Frage, wie man gut und günstig machen kann, die auch ankommt.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass althergebrachte Werbeformen nichts bringen. Mein Unternehmen wurde oft in Zeitungen genannt, auch Inserate habe ich eingesetzt – das Echo war gleich Null, eher “unter Null”. mit der Gießkanne, zu der auch TV, Postwurfsendung und Rundfunk gehören, mag für Großkonzerne und Markenunternehmen interessant sein, für Gründer aber nicht. Nur wenige Prozent Ihres Einsatzes erreichen Ihre , der Rest ist verloren. Im traditionellen Werbebereich halten viele “Partner” die Hand auf und wollen an Ihrer Einschaltung mitverdienen. So sollte man sein Pulver nicht verschießen.

Gott sei Dank gibt es Alternativen. Dazu gehört an erster Stelle das Internet. Vieles kann man selbst machen, z.B. den -Eintrag in Google Maps und die Gelben Seiten, die Anlage einer Homepage (z.B. bei Blogger.com) und deren im Internet. Stellen Sie Fotos und Videos von Ihrem Angebot online, z.B. auf Youtube oder Flickr. Ebay lässt sich sehr oft für die ersten selbständigen Schritte und Produkttests einsetzen, und nützt Ihnen auch aus werbetechnischer Sicht. Wer sich die Mühe macht und die grundlegendsten Basics des Internet erlernt (es gibt im Internet Tonnen von Informationen dazu, setzen Sie einfach die Google-Suche ein), wird schnell sein Netzwerk erweitern. Stichwort Netzwerk: Auch auf den Social Networks wie Xing und Facebook sollte Ihr Unternehmen vertreten sein. Einige Selbständige bekommen alleine dadurch genügend Aufträge, dass sie sich auf diesen Plattformen an Diskussionen beteiligen und durch Fachwissen und Kompetenz brillieren. Hinter den Kulissen werden dann Aufträge zwischen Menschen angebahnt, die sich über solche Netzwerke kennengelernt haben. Und wer geschickt seine Spuren im Netz hinterlässt (denken Sie immer an morgen – ein im Internet offen ausgetragener Streit ist fatal, egal wer im Recht ist), wird nicht nur einmal, sondern laufend davon profitieren.

Meine Devise für die ist die gesunde Mischung. Ich konzentriere mich nicht nur auf das Medium Internet. Auch die so genannte Offline-, also die Vorstellung der eigenen Produkte und Leistungen im “wirklichen Leben”, hat ihre Berechtigung. Hier kann man seine Kreativität ausleben und auf die Suche nach den lohnendsten Werbeformen gehen. Dabei muss es keine waghalsige oder rechtlich bedenkliche Guerilla-Marketing-Aktion sein, es reicht auch einfacheres Handwerkszeug. Regionalblätter bieten nicht selten kostenlose oder preisgünstige Wortanzeigen. Studenten verteilen Flyer um wenige Euro pro Stunde. Und Ihre eigene Zeit kostet keinen Cent (zumindest müssen Sie sich nicht selbst bezahlen), Klinkenputzen zahlt sich auch 2010 aus. Wer sich traut, seine offen und innovativ anzusprechen, wird früher oder später zu seinen Kunden kommen. Was soll schon passieren?

Sind Ihre Kunden auch selbständig? Dann könnte eine Mailingaktion für Sie interessant sein. Besorgen Sie sich die Adressen und Namen der Ansprechpartner potentieller Firmenkunden. Setzen Sie einen zugkräftigen Werbebrief auf, ergänzt um Ihre persönliche Note. Legen Sie ein Antwortformular oder Antwortfax bei, das bereits vorausgefüllt ist, und rufen Sie nur jene Interessenten an, die mehr wissen wollen. So sparen Sie sich unfreundliche Abfuhren, die Mitbewerber an Mailingaktionen straucheln lassen. Diese Form der Kundengewinnung ist eine Wissenschaft für sich, doch auch hier gilt: Probieren geht über studieren, und Übung macht den Meister. Trauen Sie sich einfach und adaptieren Sie Ihre Mailingaktion so lange, bis das Kundenecho stimmt.

Bei all diesen offensiven Methoden sollten Sie den Schwerpunkt auf die allerwichtigste, beste und günstigste richten: Die Meinung Ihrer Kunden, die Weiterempfehlung. Holen Sie sich Rückmeldungen Ihrer Kunschaft, lassen Sie Kritik in die Weiterentwicklung von Produkten und Leistungen fließen und fragen Sie zufriedene Kunden, ob Sie kurze Stellungnahmen veröffentlichen dürfen. Verschenken Sie Gutscheine an Bestandskunden, welche diese weiterschenken dürfen. Ganz wichtig: Lassen Sie NIEMALS unzufriedene Kunden zurück, egal wie Recht Sie haben, auch wenn Sie finanziell und emotional draufzahlen. Mein Motto: “Lieber dauerhaft erfolgreich als einmal zu oft im Recht“. In Zeiten des Internet hat der Kunde wesentlich mehr Macht über Sie als noch vor 20 Jahren, und 100%ige Kundenzufriedenheit ist das oberste Ziel. Die gute Meinung Ihrer Kunden bringt schließlich den Durchbruch.

Haben Sie weitere Ideen für gute und kostengünstige ?

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8. Januar 2010 | Von Mag. J. Fischler | Kategorie: Journal | Schlagworte: , , , , , ,

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