Hier finden Sie alles zum Thema „Schulden loswerden“

Sie haben Schulden, die Ihnen zu schaffen machen? Damit sind Sie nicht alleine. Wir leben in einer Zeit des Überangebots. Nur wahre Asketen entkommen dem Konsumzwang. Der Rest von uns zerbricht sich den Kopf, woher die Kreditraten für Auto, Wohnung, Einrichtung und andere mehr oder weniger nutzbringende Anschaffungen kommen sollen. „Kleine“ monatliche Ausgaben – ein Abo hier, das Handy da – summieren sich zu stattlichen Summen. Das überzogene Girokonto ist nur ein Symptom. Und spätestens wenn am Ende des Geldes zu viel Monat übrigbleibt, sollte man sich auf den langen und mühsamen Weg der Entschuldung begeben. Doch wie?

Auf conserio.at habe ich es mir zum Ziel gemacht, Ihnen die notwendigen Informationen kostenlos in die Hand zu geben. Ich habe lange in Banken gearbeitet und als Kundenbetreuer sowie Abteilungsleiter viele Einzelschicksale, Konkurse und Privatinsolvenzen miterlebt. Da ich mich auch aus eigenem Interesse viel mit Finanzplänen beschäftige, möchte ich Sie hinter die Kulissen der Finanzwelt blicken lassen. Denn je besser Sie sich auskennen und das finanzielle Schicksal in die eigene Hand nehmen, desto früher werden Sie dem Hamsterrad der Schulden entkommen.

Wie wird man nun seine Schulden los?

Das Allerwichtigste und zugleich Mühsamste an einer Entschuldung ist es, sich einen Überblick über die eigene Lage zu verschaffen. Das ist es auch, was Peter Zwegat (der aus dem TV bekannte Finanzsanierer) mit seinen Klienten macht, wenn er ihnen am Flipchart den bevorstehenden Bankrott vorrechnet. Es mag nervig und uncool sein, den eigenen Schuldenstand und Haushaltsplan zusammenzustellen, doch ohne geht es nicht.

Schulden aufstellen: Je genauer man sich die eigene Lage bewusst macht, desto motivierter wird man die Entschuldung in Angriff nehmen. Machen Sie eine möglichst vollständige Aufstellung aller offenen Kredite, Darlehen, Überziehungen und anderer offener Geldbeträge. Das geht nicht in fünf Minuten! Fangen Sie damit an, die wichtigsten Beträge zu summieren. Sehen Sie sich diese Liste in den folgenden Tagen immer wieder an und vergleichen Sie sie mit den Ratenabbuchungen auf dem Bankkonto. Ergänzen Sie die Liste um vergessene Beträge. Auch das Kontominus gehört zu Ihren Schulden! Dies Liste könnten Sie auf den Kühlschrank oder einen anderen viel frequentierten Platz in Ihrer Wohnung hängen, um die Schulden buchstäblich „vor Augen“ zu haben.

Haushaltsbudget machen: Hier sind wichtige Artikel und Hilfen, um den „Status Quo“ Ihres Haushaltsbudgets festzustellen:

Ausmisten und Geld sparen: Ist klar, was reinkommt und rausgeht, kann man sich ans Ausmisten machen. Einige persönliche Tipps und bewährte Strategien:

  • Beseitigen Sie teure Kleinkredite und fassen Sie diese zu einem Umschuldungskredit zusammen. Konsumkredite, Kreditkartenschulden, Kontoüberziehungen und anderes vergleichbares „Kleinvieh“ macht wahrlich Mist, mit teils hoch zweistelligen Zinssätzen! Oft bieten Banken speziell reduzierte Konditionen für diese Umschuldungen an. Bereiten Sie sich aber unbedingt gut auf das Bankgespräch vor! Hier finden Sie alle Informationen für diese Vorbereitung. Holen Sie sich dazu auch eine aktuelle KSV-Auskunft (Österreich) bzw. Schufa-Auskunft (Deutschland) und beseitigen Sie allfällige Makel ihrer Bonität, bevor Sie in die Bank marschieren. Hier auf conserio finden Sie sehr viele Artikel zu genau diesen Themen – schmökern und suchen Sie einfach ausgiebig herum!
  • Eröffnen Sie ein kostenloses Girokonto. Auf kostenlosesgirokonto.at (für Österreich) bzw. conserio.net (für Deutschland) finden Sie alle Informationen darüber. Ein Kontowechsel ist einfach und spart mehr Geld, als man glauben würde. Hier finden Sie weitere Informationen zum Wechsel des Bankkontos.
  • Optimieren Sie Ihre Tarife für Strom, Handies und Versicherungen. Das Einsparungspotential kann gut und gerne mehrere hundert Euro jährlich betragen! Nutzen Sie dazu Vergleichsrechner im Internet oder lassen Sie sich von unabhängigen Experten beraten. Verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf eine einzige Internet-Quelle, sondern stellen Sie Vergleiche an und achten Sie auf offizielle Testsiegel und Zertifikate des Anbieters.
  • Sind Ausgaben rechtlich nicht einwandfrei zurechenbar, lassen Sie den Sachverhalt durch einen Anwalt oder eine Verbraucherschutzorganisation überprüfen. Dazu gehören zweifelhafte oder ausstehende Alimentszahlungen, Verpflichtungen aus einer Bürgschaft für Dritte oder mögliche Schadenersatzzahlungen an Sie.
  • Durch vorausschauendes Einkaufen lässt sich leicht und locker Geld sparen.

Ihre Situation ist hoffnungslos? Oft sieht man schneller schwarz als nötig. Bevor Sie nicht alles versucht haben, sollten Sie die Flinte nicht ins Korn werfen. Doch nützt alles Einsparen nichts, kommen Sie an keine Umschuldung und erdrückt Sie die Last der Schulden, bleibt als letzter Weg der Gang in die Privatinsolvenz. Diese gibt den Schwächsten die Perspektive, in einigen Jahren ganz neu starten zu können. Doch Vorsicht: Dieser Makel bleibt an Ihnen haften!

Und wie geht es jetzt weiter?

Konnten Sie ein paar Ratschläge schon in die Tat umsetzen? Dann vergleichen Sie die aktuelle Situation mit Ihrer alten Haushaltsrechnung. Es sollte Ihnen nun wesentlich leichter fallen, mit Ihrem Geld auszukommen. Mit Sicherheit sehen Sie Schulden und Ausgaben jetzt in einem anderen Licht. Bleiben Sie am Ball, und kontrollieren Sie mindestens einmal jährlich, ob weitere Einsparungen drin sind. Und haben Sie sich einmal von der Last der Schulden und Konsumtarife befreit, können Sie sich entspannt auf eine neue Mission begeben: Die Steigerung Ihrer Einnahmen!

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