Hyperinflation am Beispiel Simbabwe
Unsereins kennt die Hyperinflation wohl nur vom Hörensagen oder aus Erzählungen von Eltern und Großeltern. Eine Faustregel sagt, dass alles über 50% monatlicher Inflationsrate unter den Begriff “Hyper”-Inflation fällt. Die Preise explodieren, Geldwerte werden vernichtet (das “Vermögen” schmilzt von Monat zu Monat, wenn man es nicht rechtzeitig in Sachwerten wie Gold geparkt hat – von denen man allerdings auch nicht abbeißen kann), und der Staat versucht seinen Bürgern mit immer höheren Banknoten (z.B. dem 1.000.000 €-Schein – unmöglich?) ausreichende Zahlungsmittel zur Verfügung zu stellen. Dabei sind Hyperinflationen ein Produkt der Neuzeit: Früher war Geld an Edelmetalle wie Gold und Silber gebunden bzw. bestand aus werthaltigem Material. Erst deren Ersatz durch Banknoten und minderwertige Münz-Metalle sowie die Aufhebung aller Sachwertbindungen machte (und macht) regelmäßige Währungsreformen notwendig. Wie sich das im täglichen Leben auswirkt, sieht man aktuell am Beispiel Simbabwe – einen interessanten Artikel habe ich im Wiesbadener Kurier gefunden: “Bettelarme Milliardäre in Simbabwe“
