Kann ich in Privatinsolvenz einen neuen Kredit nehmen?
Wer in der Privatinsolvenz steckt, muss dem Verwalter einen Teil seiner Einkünfte verpfänden, der diesen an die Gläubiger verteilt. Dem Schuldner selbst bleibt nur das Existenzminimum, dessen Höhe sich nach dem Familienstand und der Anzahl der Unterhaltsberechtigten richtet.
Davon hat er alle notwenigen Ausgaben zu bestreiten. Dass dies auch bei sparsamer Lebensweise nicht einfach ist, versteht sich von selbst. Und was soll man machen, wenn etwa eine neue Waschmaschine dringend nötig ist? Darf man in diesem Fall einen Kredit beantragen?
Das ist zwar grundsätzlich nicht verboten. Aber es wird kaum eine Bank geben, die ihn auch gewährt. Denn die Bonität ist völlig im Keller; die Insolvenz wurde bei der Schufa eingetragen, und ohne eine (positive) Schufaauskunft gibt es ohnehin kein Geld von der Bank. Ein Makel, der ein Leben lang an einer Person haften kann.
Damit bleiben allenfalls solche Kredite, die laut vieler Anzeigen ohne Anfrage bei einer Auskunftei gewährt werden. Dabei handelt es sich entweder um solche, die einen größeren Wert im Hintergrund, also etwa eine Immobilie, voraussetzen. Und über die dürften Sie im Insolvenzverfahren gar nicht mehr verfügen. Oder aber Sie gelangen an einen Kredithai, der horrende Wucherzinsen verlangt.
Wenn Sie dann die vereinbarten Ratenzahlungen nicht leisten können, was sehr wahrscheinlich ist, machen Sie sich womöglich auch noch des Betrugs schuldig. Und genau das ist die Gefahr der Kreditaufnahme in Privatinsolvenz: Sie kommen sehr schnell in die Nähe des Strafrechts. Besser ist es daher, während der kargen sieben Jahre des Schuldenregulierungsverfahrens an Kredite gar nicht erst zu denken.


Ich habe letztes Jahr ( 2011) die Restschuldbefreiung erhalten und bekomme trotzdem
keinen Kredit, es sind also keine sieben Jahre, sondern mindestens zehn Jahre, bzw.
ein ganzes Leben lang!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!