Klimawandel steigert Getränkeabsatz
Statistisch betrachtet nähern sich die Aktienmärkte der Sommerflaute. Doch heißere Temperaturen und Großereignisse im Sport sollten Aktien von Getränkeherstellern beflügeln.
Laut den Aufzeichnungen des Goddard Institute for Space Studies (GISS) der NASA stieg die Erdoberflächentemperatur seit 1880 im Schnitt um 0,8 Grad Celsius. Seit dem Bestehen der GISS-Aufzeichnungen fielen die wärmsten 14 Jahre auf die Zeit ab 1990.
Bis 2100 geht der Weltklimarat der Vereinten Nationen von einem Temperaturanstieg um 1,4 bis 5,8 Grad aus. Ein Anstieg der Sommertemperatur um einen Grad Celsius bedeutet eine Steigerung des Getränkeabsatzes um 12 bis 14 %. Mit stark steigenden Temperaturen nimmt jedoch die zusätzliche Absatzmenge pro weiteres Grad Celsius ab. Die Daten der Meteo Consult Group zeigen mit einer fast vollständigen Korrelation von 0,95 einen klaren Zusammenhang zwischen der Außentemperatur und dem Mineralwasserabsatz.
Renommierte Marken profitieren
Vor allem bei Mineralwasser, Bier und diversen Erfrischungsgetränken bestehen bei steigender Nachfrage Spielräume, um Preiserhöhungen erfolgreich (mit höheren Gesamtdeckungsbeiträgen) durchzusetzen. Doch nicht alle Getränkehersteller profitieren davon gleichermaßen. Bevorzugt werden bekannte Marken wie Coca Cola, Pepsi oder Budweiser. Vor allem aufgrund eines starken Wachstums in der Region Eurasien konnte Coca Cola im ersten Quartal 2008 den mengenmäßigen Absatz um 6 % steigern, während die operativen Nettoumsätze und der Gewinn pro Aktie um jeweils 21 bzw. 19 % anstiegen. Die Coca Cola-Aktie ist 2007 aus einem langjährigen Dornröschenschlaf erwacht und befindet sich nun in einem Aufwärtstrend, der gerade von einer kurzen Konsolidierungsphase unterbrochen wird. Fundamental sind Coca Cola und Pepsi ähnlich bewertet.

