Kreditkarte
Wenn die Kreditkarte noch nicht erfunden wäre, dann müsste man diese sofort auf den Markt bringen. Sie ist das erste weltweit einsetzbare Zahlungsmittel. Das Prinzip ist so einfach wie genial: Nach einer Bonitätsprüfung gibt der Kreditkartenherausgeber dem Kunden eine Karte, mit der weltweit und nahezu überall bezahlt werden kann. Alle Monatsumsätze werden auf einer einzigen Monatsabrechnung gesammelt und mit einer Buchung vom Girokonto abgebucht.
Somit spart man sich auch eine erhebliche Anzahl an Einzelposten, die die Bank oftmals einzeln berechnet. Umsätze in fremden Währungen werden zu einem relativ günstigen Wechselkurs (dem für Scheckzahlungen und Überweisungen) umgerechnet und belastet. Somit hat man alle Währungen immer bei sich, ohne lästiges Suchen nach Kleingeld und dem andauernden Hin- und Hertauschen. In England und USA sind auch Zahlungen des täglichen Bedarfs durchaus an der Tagesordnung, wogegen in Deutschland noch nicht alle Supermärkte Kreditkarten annehmen. Wesentliche Kartenherausgeber sind die Kreditkartenorganisationen Master Card und VISA, am längsten auf dem Markt und mit der meisten Erfahrung tätig ist American Express. Die Finanzierungsfunktion (die Monatsabrechnung kann in Raten abgestottert werden) ist bei uns wenig verbreitet. Nicht rentabel ist die Möglichkeit, mit der Kreditkarte auch Bargeld zu beheben, da hier hohe Kosten verrechnet werden.

