Kreditprolongation

Wenn man von spricht, meint man damit “Verlängerung”. Und so ist die Kreditprolongation ganz einfach die Verlängerung einer bestehenden Finanzierung. Der Grund dafür kann z.B. sein, dass die Ratenbelastung nicht mehr tragbar, also zu hoch ist. Das ist insbesondere in Rezessionen der Fall: Viele Menschen werden arbeitslos und können sich die Kreditzinsen nicht mehr leisten. Da die Wirtschaftskrise von einer Finanzkrise eingeläutet wurde, ergibt sich heute eine ungünstige Konstellation: Banken wurden übervorsichtig, wenn es um Finanzierungen und Zinssätze ging – man erhöhte die Risikoaufschläge und damit die zu zahlenden Kreditzinsen – und ergriffen Maßnahmen zur Verminderung des Kreditrisikos, ebenso wie eine wesentlich verstärkte Überwachung der Kreditengagements. Dennoch stimmen Banken insbesondere dann einer Kreditprolongation zu, wenn die Sicherheiten ausreichen bzw. keine sonstigen Negativumstände vorliegen. Eine kann auch aus steuertechnischen Gründen, insbesondere im gewerblichen Bereich, sinnvoll sein. Auch Kontokorrentkredite und der typische “Kontorahmen” müssen in regelmäßigen Abständen prolongiert, also verlängert werden. Findige Banken verrechnen dafür Prolongationsgebühren.

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18. März 2009 | Von Mag. J. Fischler | Kategorie: Wirtschaftslexikon | Schlagworte: , , , , , , , , , , , , , ,

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