Mehr Privatkonkurse in Tirol
Wie Tirol.com berichtet, stieg die Anzahl der Privatpleiten an. Tirols KSV-Chef Walter Hintringer zog die Insolvenzbilanz über die ersten drei Quartale des Jahres 2007:
Dass hierzulande immer mehr Privatkonkurse eröffnet werden und Tirol in der Bundesländerwertung hinter Wien und Oberösterreich den dritten Platz einnimmt, führt Hintringer vor allem darauf zurück, “dass sehr viele ehemalige Unternehmer, und dabei vor allem ehemalige Einzelunternehmer, im Auffangbecken des Privatkonkurses landen”.
Gleichzeitig sank die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Tirol um 16%.
Bundesweit legte die Zahl der Privatkonkurse um 15,8% auf 6486 Fälle zu. 5488 davon wurden auch eröffnet. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen sank im vergleich zum Vorjahr um 3,6% auf 4804.
Ich sage dazu: Je früher sich Unternehmen wie Privatpersonen bei drohender Insolvenz zu Gegenmaßnahmen entscheiden, desto besser. Vor allem auf der Ausgabenseite sind schnelle Erfolge erzielbar, um mehr Geld für wichtige Zahlungen zur Verfügung zu haben. Bemerkt ein Unternehmer, dass dies alleine nicht zum gewünschten Ergebnis führt, sollte er/sie sich Gedanken machen, welches “Tafelsilber” nicht zur eigenen Kernkompetenz gehört und verkaufbar ist. Da solche Maßnahmen nur kurzfristig für Entspannung sorgen, ist es begleitend notwendig, einschneidende Struktur- und Strategiereformen anzugehen. Hier empfiehlt sich der Einsatz qualifizierter Sanierungsberater.

