Soll man den Bausparvertrag nach 6 Jahren kündigen oder verlängern?
Der Abschluss eines Bausparvertrags ist auch für diejenigen eine empfehlenswerte Sparform, die keine Immobilie kaufen oder bauen wollen. Denn die Spareinlagen werden nicht nur recht ansehnlich verzinst, sondern vom Staat gibt es überdies eine Prämie für Einzahlungen bis maximal 1.200 € pro Jahr. Die Mindestlaufzeit beträgt sechs Jahre.
Und danach? Ob Sie sich anschließend den angesparten Betrag auszahlen lassen oder den Vertrag weiterführen, hängt ganz von Ihren persönlichen Plänen und Wünschen ab. Generell ist es möglich, ohne Einbußen – also auch ohne Verlust der staatlichen Prämien – nach Ablauf dieser Frist über das Geld zu verfügen.
Wenn Sie jedoch beabsichtigen, später einmal in eine Immobilie zu investieren, ist es ratsam, den Vertrag bestehen zu lassen, denn nur so sichern Sie sich das Recht auf ein günstiges Baudarlehen. Dies ist allein schon deshalb interessant, weil es an feste Zinsobergrenzen fixiert ist.
Sprechen Sie Ihre Bausparkasse auch auf Verlängerungsangebote an; die sind oft besonders attraktiv – schließlich liegt dem Institut daran, Sie weiterhin als Kunden zu behalten. Daher kann es durchaus lohnen zu verhandeln. Mit ein bisschen Geschick können Sie die Verzinsung noch verbessern.


Also das ist ja wohl ein schlechter Scherz. Wer sich einen Bausparer (egal welchen in Österreich) durchrechnet und bei seiner Berechnung NUR 2% Inflation jährlich berücksichtigt wird bemerken, dass der Bausparer nach 6 Jahren unterm Strich zu einem Kaufkraftverlust führt.
Abgesehen davon ist ein Bausparvertrag mit 6 Jahren Laufzeit und horrenden Spesen bei Kündigung ein äusserst unflexibles Produkt.
Die staatliche Prämie wird zu allem Überfluss noch als “Bauernfängerei” benutzt, da die meisten Kunden nicht darüber informiert sind, dass diese nur auf die jährlich einbezahlte Summe berechnet wird, und nicht auf das bereits vorhandene Kapital.
In diesem Sinne hoffe ich hier ein wenig Licht ins Dunkle gebracht zu haben.
TIPP: Wer objektiv beraten werden will sollte zu einem unabhängigen Berater gehen der mit mehreren Banken und Versicherungen kooperiert. Ein Angestellter einer Bank oder Versicherung wird Sie wohl kaum zur Konkurenz schicken, wenn diese bessere Konditionen hätte.
Na dann bin ich mal froh, dass ich weder für Bank noch Versicherung arbeite, um auch hier ein wenig “Licht ins Dunkel” zu bringen. Und noch eine Frage: Welche Alternative hätten Sie denn zum Bausparer? Aktien, Optionen oder Derivate? Oder lieber ein Sparbuch mit 0,5% Zinsen?