Struktur und Elemente des erfolgreichen Businessplans – was gehört alles hinein?
Teil 28 der Serie Businessplan
Ein typischer Businessplan ist wie folgt aufgebaut:
- Executive Summary: Das ist die Zusammenfassung aller Einzelteile. Sie sollte möglichst kurz und prägnant sein und den Leser dazu animieren, tiefer in die Materie einzusteigen. Benutzen Sie kurze Sätze, beschränken Sie sich auf die wesentlichen Kernaussagen und versuchen Sie, den Geschäftsplan als “Verkaufsprospekt” zu sehen, das es anzupreisen gilt. Achten Sie dabei trotz der gebotenen Kürze auf die Plausibilität Ihrer Aussagen sowie deren Nachvollziehbarkeit. (Wie kann ich das beweisen, steht das irgendwo im Businessplan/im Anhang?)
- Produkt bzw. Dienstleistung und deren Kundennutzen: Stellen Sie Ihre Idee ins Rampenlicht. Beschreiben Sie Ihr Angebot näher und fassen Sie die Ergebnisse der Produkt- oder Dienstleistungsentwicklung zusammen. Stellen Sie dar, welche Schritte noch folgen werden. Zu diesem Punkt gehört auch die Erläuterung Ihres Alleinstellungsmerkmals.
- Unternehmerteam: Stellen Sie Ihr Team vor. Es genügt, pro Mitglied einen Absatz zu verwenden. Dieser enthält nur die relevante Berufserfahrung und Ausbildung sowie den jeweiligen Aufgabenbereich, der dieser Person zugedacht ist. Erwähnen Sie auch, welche Positionen noch zu besetzen sind.
- Markt und Wettbewerb: Stellen Sie die Größe des potentiellen Marktes dar, die Bedürfnisse Ihrer Kunden (die Ergebnisse Ihrer Befragung), wie Sie diese Bedürfnisse erfüllen können, ob und welche Konkurrenz es gibt und was Sie dieser voraus haben.
- Marketing und Vertrieb: Erläutern Sie die Eckpunkte Ihrer Marketing- und Vertriebsstrategie. Achten Sie auf die Abdeckung aller 4 P’s.
- Geschäftssystem und Organisation: Fassen Sie die Ergebnisse von Teil 23 möglichst griffig zusammen.
- Realisierungsfahrplan: Hierher gehören eine Stellungnahme zur kurz- und mittelfristigen Strategie sowie Zeit-, Umsatz- und andere Tabellen.
- Chancen und Risiken: Führen Sie diese in einer Liste an (evtl. zusätzlich in der SWOT-Matrix) und vergessen Sie nicht, die Gegenstrategien und Reaktionen auf eintreffende Risiken und Schwächen darzustellen.
- Der Finanzplan schließt den Businessplan ab. Er besteht generell aus Plan-Bilanz, Plan-GuV sowie Plan-Liquiditätsrechnung. Erwähnen Sie Ihr Umsatzziel, die erwartete Marktdurchdringung, das veranschlagte Wachstum sowie die Entwicklung der wirtschaftlichen Kennzahlen. Schreiben Sie diese Ergebnisse auch in ganzen Sätzen nieder. Die Szenarioberechnungen in Tabellenform können Sie dem Businessplan anhängen. Erwähnen Sie, welche Mittel Sie selbst als Eigenkapital einfließen lassen und wann Sie wieviel an Finanzierung benötigen, um den Plan zu realisieren.
Anhang: Je nach Notwendigkeit können Sie dem Geschäftsplan statistische Aufstellungen, Annahmen für den Finanzplan sowie diverse andere Tabellen und Aufstellungen anfügen. Beschränken Sie sich dabei jedoch auf wirklich aussagekräftige Unterlagen. Ich verordne Ihnen hiermit eine 50-Seiten-Höchstgrenze!
10. Februar 2008 |
Von Mag. J. Fischler |
Kategorie: Businessplan |
Schlagworte: Geschäftsplan, Unternehmer, Preis, Chancen, Vertrieb, Umsatz, Dienstleistung, GuV, USA, SWOT, Finanzplan, Unterlagen, Wirtschaft, Kapital, Markt

