Warum darf ich mein Konto nicht überziehen?
Die Situation ist bekannt: Man hat Abbuchungsaufträge vergeben oder muss dringend eine Rechnung bezahlen, aber der fest erwartete Zahlungseingang auf dem Konto verzögert sich. Was also tun? Sich eine Mahnung einfangen, oder riskieren, dass die Bank den einzuziehenden Betrag abweist? Besser nicht, denn beides kostet unnötig Geld und verschlechtert die Bonität.
Normalerweise lässt die Bank Überziehungen zu, und zwar abhängig von der Höhe der regelmäßigen Zahlungseingänge. Sprechen Sie rechtzeitig mit Ihrem Berater, damit er Ihnen einen solchen Dispositionskredit einräumt. Wenn Sie ihn nicht benötigen – umso besser! Denn im Vergleich zu Ratenkrediten sind diese Überziehungsmöglichkeiten recht teuer.
Überzüge des Kontos sind dann unmöglich, wenn es sich von vornherein um ein so genanntes Habenkonto handelt, also eins, das nur im Plus geführt werden darf. Das ist beispielsweise der Fall, wenn bei der Schufa bzw. dem KSV einschlägige negative Einträge über Sie gespeichert sind. Sprechen Sie Ihren Bankberater darauf an – vielleicht gelingt es Ihnen gemeinsam, die bankinterne Bewertung Ihrer Bonität zu verbessern?
Wie bei allen Krediten ist es auch für den Dispokredit wichtig, die Zinsen zu verhandeln. Sie sind zwar generell höher als bei Ratenzahlungen, aber Sie sollten vermeiden, mit horrenden Zinssätzen von 14% und mehr abgestraft zu werden. Verfallen Sie nicht dem Irrtum, bei den relativ kleinen Beträgen seien höhere Zinsen kaum spürbar – das Gegenteil ist der Fall!

Ich musste vor Kurzem auch einen Dispo in Anspruch nehmen. Leider musste ich dabei auch feststellen, dass meine (ehemalige) Hausbank eben solche horrende Zinsen verlangte. Für die kurze Zeit ging das, aber zufrieden war ich nicht. Deshalb habe ich letztlich auch die Bank gewechselt. Bin jetzt bei einer Direktbank, die wirklich niedrige Dispozinsen berechnet.