Wie funktioniert der Garantiezins meiner Versicherung?
Wer eine Lebensversicherung abschließt, bindet sich mit diesem Vertrag langfristig. Laufzeiten von zwanzig oder dreißig Jahren sind bei Lebensversicherungen durchaus keine Seltenheit. Niemand kann jedoch sagen, wie sich die wirtschaftliche Entwicklung über einen so langen Zeitraum darstellen wird. Gerade deshalb möchten Anleger wissen, mit welchen Zins-und Gewinnausschüttungen sie fix rechnen können.
Um eine zuverlässige Aussage über die Verzinsung des in der Kapitallebensversicherung angelegten Geldes treffen zu können, ist es den Versicherern erlaubt, eine Zinsgarantie auszusprechen. Die Höhe des Garantiezinses wird von der FMA festgelegt, und zwar in der Höchstzinssatzverordnung der Finanzmarktaufsicht. Dieser errechnet sich auf Grundlage der durchschnittlichen Sekundärmarktrendite der letzten 10 Jahre.
Somit hängt der Garantiezinssatz vom allgemeinen Zinsniveau ab. Er ist in wirtschaftlich stärkeren Zeiten höher und entsprechend niedriger, wenn der Finanzmarkt weniger stark ist. Derzeit beträgt er 2,25 Prozent. Dieser Zinssatz ist jedoch nur ein Basiszinssatz, der auf jeden Fall durch die Versicherungsunternehmen garantiert werden darf.
Über den Garantiezinssatz hinaus gewähren Lebensversicherungen in der Regel eine höhere Verzinsung, die sich aus der Anlage der eingezahlten Beiträge und den damit tatsächlich erwirtschafteten Gewinnen ergibt. Der VVO geht auf seiner Seite intensiv auf dieses Thema ein.

