Wie lange dauert die Wirtschaftskrise? Wann kommt der Aufschwung?
Staaten, Unternehmer und Privatpersonen sehnen sich nach einem Ende der Wirtschaftskrise und der Rückkehr der guten alten Zeiten. Wie lange wird die aktuelle Krise noch anhalten, wann ist die Gefahr vorüber?
Das Ende der aktuellen Krise wird vermutlich nicht so schnell kommen. Die Rezession, in der wir uns befinden, kam durch eine Kombination verschiedenster Faktoren zusammen. Erst wenn diese großteils beseitigt sind, werden wir die Trendwende sehen.
Zuerst gilt es, das globale Finanzsystem auf neue Beine zu stellen. Daß der freie Markt versagt hat, pfeifen schon die Spatzen von den Dächern. Es ist zu hoffen, daß die G8 und damit die wesentlichen Einflußgrößen der Weltwirtschaft sich auf einen neuen Modus der Kooperation und Kontrolle einigen. Die Gier muß in die Schranken gewiesen werden. Bevor das nicht passiert ist, wird der Wahnsinn an Börsen, Märkten und in der Karibik weitergehen.
Eine weitere Frage ist es, wann die Finanzindustrie wieder bereit sein wird, Kredite an die Wirtschaft zu vergeben. Dass Banken ihre Rolle nicht mehr erfüllen, steht außer Zweifel. Lieber läßt man Konzerne und Betriebe aller Art insolvent werden, als nochmals Risiken einzugehen. Für mich ist es fraglich, ob die derzeitige Bankenwelt die Kehrtwende schafft. Teilweise unsinnige Regulative wie “Basel 2″ tun das ihrige dazu, daß das Thema Kredit zunehmend stiefmütterlich behandelt wird. Es verhält sich wie mit der berühmten Gurkenkrümmung: solange man unsinnige Dinge regelt und das Wesentliche unter den Tisch fallen läßt, wird der Krise nicht beizukommen sein.
Nicht zuletzt ist es Aufgabe der Politik, die lokale Wirtschaft anzukurbeln. Dies könnte sie vor allem durch unbürokratische Kreditvergabe an Klein- und Mittelunternehmen tun. Das bedeutet aber auch, daß Kleinstbetriebe, die das Rückgrat der heimischen Wirtschaft bilden, unbürokratisch und ohne Bank an Geldmittel kommen müßten. Das wird nicht so schnell möglich sein.
“Last but not least” ist es eine massenpsychologische Frage, wann wir Konsumenten wieder bereit sein werden, die Zukunft unserer Wirtschaft als positiv zu sehen und ihr mit unserem Konsumverhalten wieder auf die Sprünge zu helfen. Die nicht zuletzt von den Medien herbeigerufene Krise könnte auch medial bekämpft werden, wenn kreative und konstruktive Ansätze zu deren Bekämpfung unters Volk gebracht werden würden. Auch hier bin ich derzeit nicht optimistisch.
Betrachtet man die obigen Faktoren in ihrer Kombination, so kann nicht von einem baldigen Ende der Wirtschaftskrise ausgegangen werden. Ich persönlich rechne mit einer mehrjährigen Seits- bis Abwärtsbewegung und Stagnation. Es klingt vielleicht komisch, aber ich bin der Meinung, daß immer noch zu viel Gier und zu wenig Erkenntnis im Markt zu finden ist.

Das ist der größte Unsinn, den ich seit langem gelesen habe! a) Sind Banken absolut relecant für die Wirtschaft. Unternehmen und Private bekommen Kredite von Banken, die Menschen, die zuviel Geld haben, verzinst anlegen wollen (nicht zuletzt weil Sie für den Moment auf Konsum verzichten.) Banken stehen im Wettbewerb, damit haben wir die Vorzüge einer wohlstandssteigernden Ordnung. Denn machen wir uns nichts vor: so schnell, wie der Wohlstand im Kapitalismus gewachsen ist, gab es keine Phase zuvor, die das in so schneller Zeit umsetzte.
b) Hast du mal Basel 2 gelesen? Es geht im Kern um Risikoadäquate Bepreisung von Risiken. Warum sollen gute Schuldner schlechte subventionieren? Ein Unternehmen, dass ein größeres Risiko aufweist, muss mehr für die Kapitalbereitstellung zahlen, damit die Bank, die Gelder die sie verleiht, mit Risikorücklagen sichern kann. Denn umfangreiche statistische Erhebungen sagen nunmal, dass nicht alle zurückzahlen können. Und das Geld was Unternehmen haben, ist schließlich das Geld, was du auf deiner Bank anlegst. Wenn es dir egal ist, dass du es nicht zurück erhälst, kannst du unternehmen unbürokratisch Geld geben! Das ist leichtsinnig und grober Unfug! Zu guter letzt gibt es keine Kreditklemme! Es gibt Probleme mit der Bonität von Unternehmen.
Daher Final gesagt: Diese Darstellung ist sehr leihenhaft und schlichtweg falsch!
Grüße.
Also …
ohne auf die Beschimpfungen einzugehen, glaube ich ganz ehrlich nicht, dass Sie den Artikel überhaupt gelesen haben, denn Ihre Argumente
- Banken sind wichtig für die Wirtschaft und stehen im Wettbewerb
- Basel II bedeutet risikoabhängige Preise für Bankkunden
werden weder im Einzelnen abgehandelt noch bestritten. Nach 5 Jahren im Kommerzkundenkreditgeschäft kann man wohl auch nicht mehr von “laienhaft” sprechen. Und dass Banken keine Kredit mehr vergeben wollen, liegt nun mal an Basel II, schlechten Erfahrungen, Anlagealternativen am Kapitalmarkt und der Wirtschaftskrise. Und dass wir Alternativen brauchen, wenn die Anbieterseite wegbricht, sollte wohl auch klar sein.
Ist das wirklich der größte Unsinn?
Ich denke wir haben auch viel selbst verschuldet. Wir wählen, wir zahlen! Hat es je einen Interssiert was im Wesentlichen mit den Steuergeldern passiert. Sind dem Land Statistiken wichtiger als Menschen. Ist Geld wirklich wichtig? In anderen Ländern sterben Leute an Hunger … und wir schliessen die Augen davor weil wir die Egoisten in Person sind. Wieso sollte es uns besser gehen. Kapitalismus ist sicher nicht Lösung. Menschen sollten wieder Menschen werden. Wir haben das System so gewählt.. Gier ist das übelste am Menschen. Man will mehr brauchen wir es aber?