Zuerst arbeitslos, jetzt Unternehmer: Von der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit gehen?

Wer seinen Arbeitsplatz verliert, teilt dieses Schicksal zwar mit vielen anderen Menschen, aber das ist kaum ein wirklicher Trost. Und schon gar kein Ausweg aus der Misere. Denn die deutsche Agentur für Arbeit und der österreichische AMS haben nur in den seltensten Fällen wirklich passende Jobangebote parat.

Stattdessen versuchen sie, ihre Kunden entweder zur Beantragung der Rente oder zur Gründung eines eigenen Unternehmens zu bewegen. In beiden Fällen belastet der Arbeitslose die Statistik nicht mehr und fällt überdies dem Staat weniger (deutliche Einbußen bei vorzeitiger Rente) bzw. gar nicht mehr zur Last.

Wenn auch Sie mit dem Gedanken spielen, sich selbstständig zu machen, sollten Sie jedoch genau überlegen, ob nicht nur Ihre Geschäftsidee und Ihr gesamter Business-Plan tragfähig sind, sondern auch ehrlich überprüfen, ob Sie als Person die notwendigen Voraussetzungen mitbringen. Viele Tipps dazu finden Sie auf www.conserio.at.

Denn das Unternehmertum, egal in welcher Größenordnung es sich bewegt, fordert den ganzen Menschen: Vor allem in der Anfangsphase ist es mit einer 40-Stunden-Woche nicht getan, Urlaub und freies Wochenende sind Fremdwörter, was einem jedoch später nicht mehr abgeht. Durchsetzungsvermögen und Engagement sind Pflicht. Außerdem sollte der finanzielle Hintergrund ausreichend groß sein, damit Sie einige Monate der Durststrecke überstehen.

2 Kommentare zu “Zuerst arbeitslos, jetzt Unternehmer: Von der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit gehen?”

  1. Planung ist tatsächlich sehr wichtig. Schon erstaunlich wie sich manche selbständig machen ohne vorher entsprechend recherchiert zu haben. Buisnessplan ist natürlich genauso wichtig!

  2. Beratung NRW sagt:

    Ja die Planung, mehr als wichtig und dennoch wird das Vorhaben überstürzt… Ich muss jetzt unbedingt etwas bewirken, SOFORT! In der Praxis Alltag bei Gründern – leider!

    Die Bundesagentur für Arbeit hat in Deutschland indirekt einen Riegel für die Gründung geschoben. Die Bewilligung des Gründungszuschusses ist eine Ermessensleistung und mangels Vorbereitung, fehlender Erfahrung etc. wird nur noch deutlich wenigr Arbeitslosen der Weg in die Selbstständigkeit dadurch ermöglicht.
    Bei guter Vorbereitung und vielfach notwendigem Coaching, kann der Gründungszuschuss dennoch gewährt werden.

    Wie sieht es in Österreich aus? Hat sich hier etwas geändert?