Zuerst arbeitslos, jetzt Unternehmer: Von der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit gehen?
9. Juni 2009 | Von Mag. J. Fischler | Diesen Artikel kommentierenWer seinen Arbeitsplatz verliert, teilt dieses Schicksal zwar mit vielen anderen Menschen, aber das ist kaum ein wirklicher Trost. Und schon gar kein Ausweg aus der Misere. Denn die deutsche Agentur für Arbeit und der österreichische AMS haben nur in den seltensten Fällen wirklich passende Jobangebote parat.
Stattdessen versuchen sie, ihre Kunden entweder zur Beantragung der Rente oder zur Gründung eines eigenen Unternehmens zu bewegen. In beiden Fällen belastet der Arbeitslose die Statistik nicht mehr und fällt überdies dem Staat weniger (deutliche Einbußen bei vorzeitiger Rente) bzw. gar nicht mehr zur Last.
Wenn auch Sie mit dem Gedanken spielen, sich selbstständig zu machen, sollten Sie jedoch genau überlegen, ob nicht nur Ihre Geschäftsidee und Ihr gesamter Business-Plan tragfähig sind, sondern auch ehrlich überprüfen, ob Sie als Person die notwendigen Voraussetzungen mitbringen. Viele Tipps dazu finden Sie auf www.conserio.at.
Denn das Unternehmertum, egal in welcher Größenordnung es sich bewegt, fordert den ganzen Menschen: Vor allem in der Anfangsphase ist es mit einer 40-Stunden-Woche nicht getan, Urlaub und freies Wochenende sind Fremdwörter, was einem jedoch später nicht mehr abgeht. Durchsetzungsvermögen und Engagement sind Pflicht. Außerdem sollte der finanzielle Hintergrund ausreichend groß sein, damit Sie einige Monate der Durststrecke überstehen.

